Kosten sparen ohne externes Büro

Kosten sparen ohne externes Büro

Gründer sind gerne im Besitz eines eigenen Büro. Bestenfalls außerhalb der eigenen vier Wände. Ich kann das sehr gut verstehen. Mit einem eigenen Büro entwickelt man ja schon noch ein bisschen mehr Stolz auf seine Leistung. Kostenfrei ist ein Büro aber nicht. Da ich selbst Gründer bin bzw. zwei Gründungen hinter mir habe und heute zwei Agenturen leite, weiß ich welche Kosten auf Existenzgründer zukommen.

Heute würde ich mir etwas genauer überlegen ob ich in der Gründungsphase wieder so schnell in ein Büro investieren würde. Es kommt natürlich darauf an, ob man viele Kunden vor Ort bei sich hat oder nicht. In vielen Fällen ist ein Büro also auch Pflicht. Für mich als Berater im Marketing jedoch nicht denn ich bin eher beim Kunden.

Büro und seine Kosten

Die Kosten für ein externes Büro sind nicht zu unterschätzen, auch wenn viele Ausgaben steuerlich geltend gemacht werden und aus Betriebsausgaben gültig sind, muss man abwägen. Immerhin würde auch ein Büro Zuhause (Home Office) als Betriebsausgabe geltend gemacht werden können. Die Mieten für ein kleines Büro liegen bei 8 Euro bis 13 Euro pro Quadratmeter – Kaltmiete versteht sich. Nehmen wir 10 Euro als guten Schnitt für ein kleines Büro in mittelprächtiger Lage. Ein Raum würde beim Start meistens reichen. Sagen wir 35 Quadratmeter? Dann sind es 350 Euro Kaltmiete jeden Monat. Nehmen wir noch 50 Euro Nebenkosten hinzu.

Der nächste Schritt im Büro ist der Internetanschluss. Hier kommt es drauf an was man wirklich will. Im Grunde würde eine kleine DSL-Flatrate für gut 20 Euro im Monat schon reichen. Da man aber im Büro besser auch Telefon und Fax direkt mit im Vertrag abwickelt landet man doch recht bald bei 50 bis 80 Euro. Nicht vergessen, um Probleme in der Abrechnung zu vermeiden sollte auch das Smartphone gewerblich werden. Von einem Telefon- und Fax direkt über die Internetleistung bin ich nicht mehr überzeugt. Habe ich lange verwendet, aber wenn das Internet mal nicht funktioniert, kann man nicht telefonieren. Passiert selten aber immer dann, wenn es wichtig wäre. Außerdem unterbrechen kurze Störungen in der Leitung sofort das Gespräch. Die Qualität der Verbindung hängt auch stark von der Leitung ab.

Büro inkl. Nebenkosten und Telekommunikation liegt jetzt schon bei etwa 450 Euro. Das war aber nicht alles. Die meisten Büroräume haben Fenster und wo Fenster sind, muss i.d.R. eine Glasversicherung her. Privat ist Glas in anderen Versicherungen mit drin, gewerblich jedoch fast nie. Man braucht eine Glasversicherung. Die Versicherung muss nicht teuer sein und ist zwischen 30 und 150 Euro pro Jahr abzuschließen.

Die letzten häufig auftretenden Kosten sind Servicepauschalen, Hausmeister & Gebäudereinigung. Je nach Büro fallen solche Kosten an. Viele Unternehmer gönnen sich auch den Luxus und lassen Fenster putzen statt die zehn Minuten für zwei Scheiben selbst aufzuwenden. Je nach Umfang möchte ich hier 25 Euro als Pauschalbetrag in meine Rechnung einfließen lassen.

  • Internetanschluss & Telefon
  • Miete & Nebenkosten
  • Weitere Versicherungen (Glasversicherung)
  • Hausmeisterkosten / Gebäudepflege

Gemeinsam mit einer günstigen Glasversicherung und niedrigen Servicepauschale kostet ein bodenständiges kleines Büro um die 500 Euro. Einer internationalen Studie von Deskwanted zufolge, kostet in Europa ein Arbeitsplatz im eigenen externen Büro im Durchschnitt 581 Euro. Da bin ich mit meiner kleinen Kalkulation nicht weit von entfernt und kann der Studie nur zustimmen.

Wer im eigenen Zuhause einen freien Platz für einen Schreibtisch / Arbeitsplatz findet kann in jedem Fall die Kosten für die Versicherung und Miete einsparen. Hat man einen kompletten Raum als gewerbliche Nutzfläche, kann man diesen auch als Ausgaben für die Firma gut abrechnen. Gut 300 bis 400 Euro kann monatlich ein Gründer sparen. Ich fand den Start vor einigen Jahren recht einfach und war motiviert mir schnell ein externes Büro anzumieten. Es war auch bei mir ein übermotiviertes Denken. Klar habe ich die Kosten aufgebracht, aber ich musste sie im ersten Vierteljahr schon das eine oder andere Mal an anderen Stellen abziehen. Da ich ohne Fremdkapital gestartet bin, war Sparsamkeit das oberste Gebot! Und ich spare ehrlich gesagt bis heute, denn jetzt sind Rücklagen das Zauberwort!

Authored by: Soeren

Gründer und Betreiber von Gruenderblog.net. Inhaber der Agentur „eisy UG“ und Betreiber zahlreicher Online-Magazine im Bereich Marketing, Bloggen, Garten und Business.

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