Zeiterfassung zur Selbstkontrolle

Zeiterfassung zur Selbstkontrolle

Unternehmern und vor allem Gründern, kann ich Zeiterfassung nur dringend empfehlen. In den Jahren meiner Selbstständigkeit habe ich sehr viele Wochen oder sogar Monate an Zeit verschwendet, die ich mit der richtigen Kontrolle hätte besser nutzen können. Aus solch kleinen Fehlern kann man lernen und seine Potentiale täglich besser ausschöpfen.

Wir Unternehmer dürfen eines nicht vergessen: unsere Zeit ist unser Kapital!

Die Monate die ich durch fehlendes Zeit-Management verschenkte kann ich nicht zurückholen. Ich kann aber Euch als Lesern mitteilen, es nicht nach zu machen. Ohne Zeiterfassung und feste Zeiten zu arbeiten ist nicht effektiv. Besorgt euch eine gute Zeiterfassungssoftware oder wählt tatsächlich die Armbanduhr und einen Zettel + Stift. Für spätere Reporte und Auswertungen empfehle ich Software.

Software-Tipps

Ich nutze zuverlässig die Software „clockodo“ und habe bis Ende 2011 „mite“ als Zeiterfassung eingesetzt. Der Wechsel hatte für mich nicht viele Gründe. Die Software „clockodo“ hat im Prinzip die gleichen Funktionen wie die andere, allerdings kostet diese pro zusätzlichen Benutzer nur 4 statt 5 Euro. Da bei mir zahlreiche Nutzer in den Accounts arbeiten, spare ich mir monatlich ca. 10 Euro und jährlich somit gut 120 Euro durch den Wechsel. Als Unternehmer spielt Geld einsparen an solchen Stellen für mich immer eine Rolle.

Nutzen von Zeiterfassung

In erster Linie verwende ich Zeiterfassung für Projekte von Kunden. Ich kann jederzeit erfassen wie lange ich mit welcher Tätigkeit, an welchem Projekt und für welchen Kunden tätig bin. Durch die Konfiguration eines Projektes kann ich ein monatliches Budget für das Projekt festsetzen. Die Software zeigt mir jederzeit wie viel Budget ich noch übrig habe oder ob ich bereits überzogen habe. Ich kann jeden Posten am Monatsende mit einem Mausklick in die Rechnungssoftware übernehmen und dem Kunden abrechnen.

Wichtig sind für mich aber auch die offenen Zeiten. Selten hat man eine 100 % Auslastung in einem Monat. Selbst wenn man Überstunden schiebt – die oft nur Kopfsache sind – wird man wirklich effektiv nicht auf 100 Prozent kommen. Ich will für mich jeden Monat erkennen wie lange ich an Kundenprojekten gearbeitet habe oder Beratung anbot. Dadurch sehe ich freie Zeiten und finde Optimierungspotentiale für mich.

Jeder Unternehmer muss wissen wie lange er wirklich arbeitet und wie viel Zeit für andere Tätigkeiten verlorengehen. Besonders in Zeiten von Facebook & Co. ist Ablenkung oft ein Grund für verlorene Arbeitszeit.

Authored by: Soeren

Gründer und Betreiber von Gruenderblog.net. Inhaber der Agentur „eisy UG“ und Betreiber zahlreicher Online-Magazine im Bereich Marketing, Bloggen, Garten und Business.

There are 3 comments for this article
  1. Jasmina at 21:02

    Hi Soeren,

    Zeit ist ein absolut wichtiger Faktor der Selbständigkeit. Ich muss zugeben, dass ich das zu Beginn auch unterschätzt habe und mich heute teilweise schon frage, was ich eigentlich in den ersten Monaten so getan habe. Obwohl ich irgendwie immer “beschäftigt” war, habe ich meine Zeit nicht optimal genutzt und größtenteils wirklich verschwendet.

    Seit ich mit der Zeiterfassung arbeite, kann ich mich ebenfalls besser fokussieren – und vor allem auch optimieren. Dazu habe ich mir auch einige Zeiterfassungssysteme angesehen und bin ebenfalls bei clockodo hängen geblieben :-) Das ist wirklich super praktisch und einfach zu nutzen und an dieser Stelle vollkommen richtig empfohlen.

    Viele Grüße
    Jasmina

  2. olaf kopp at 22:37

    Hallo Soeren,

    ich gebe Dir hier vollkommen Recht. Ich würde aber gerne den Begriff Unternehmer von Selbstständigen gemäß Stefan Merath voneinander trennen. Ein Unternehmer verbringt viel mehr Zeit mit nicht klar skalierbaren bzw. direkt an Kunden weiterzuberechnenden Tätigkeiten. Das reduziert die Relevanz einer exakten Zeiterfassung. Ein Unternehmer beschäftigt sich großteils mit administrativen und strategischen Entscheidungen und Tätigkeiten. Er arbeitet am Unternehmen nicht im Unternehmen. Laut deiner obigen Statisitik bist Du eher Selbstständiger als Unternehmer. Dazu habe ich auch einen Beitrag bei mir im BLog verfasst. http://www.online-marketing-deutschland.de/online-marketing/unterschied-zwischen-selbststandigen-unternehmer-manager-fachkraft/

    Sonst empfehle ich noch sich mit dem im Beitrag erwähnten Buch zu beschäftigen. Gibt es auch als Hörbuch.

  3. Jessica at 13:01

    Hallo Soeren, ich stimmte dir vollkommen zu – Zeiterfassung ist besonders für Start-ups wichtig! Leider ist es ja aber nach wie vor ein unbeliebtes Thema in Unternehmen. Umso wichtiger also, dass man die Erfassung der Arbeitszeit von Beginn an in die Unternehmenskultur integriert. Hier werden noch weitere Gründe angeführt, warum Zeiterfassung für Gründer unerlässlich ist http://www.askdante.com/de/blog/zeiterfassung/zeiterfassung-fuer-start-ups/

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